DRM

Kampf um die Deutsche Rallyemeisterschaft bei der 54. ADAC Rallye Stemweder Berg

Die Deutsche Rallyemeisterschaft (DRM) gastiert bei der 54. ADAC Rallye Stemweder Berg vom 25.-27. September rund um Lübbecke. Der ADAC Ostwestfalen-Lippe e.V. veranstaltet die Rallye in Zusammenarbeit mit dem AMC Stemweder Berg e.V. im ADAC über eine Gesamtlänge von 498 Kilometern als Wertungslauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft. Dabei wird die Entscheidung um den Sieg auf 14 Wertungsprüfungen fallen. Hier fahren die Rallyeteams auf insgesamt 148 Kilometern abgesperrter Strecke um die schnellsten Zeiten gegen die Uhr.

Insgesamt 61 Teams aus dem In- und Ausland habe ihre Nennung für diese hochkarätig besetzte Rallye abgegeben. Allen voran 11 Mannschaften des ADAC Opel Electric Rally Cups in ihren flotten vollelektrischen Opel Corsa Rally Electric.

Die Favoriten für den Sieg sind der 37-jährige Polizeihauptkommissar Marijan Griebel aus Hahnweiler, Julius Tannert (35 Jahre) aus Zwickau sowie Philip Geipel (39 Jahre) aus Plauen. Dabei setzt das Team von Griebel und Tannert einen ŠKODA FABIA RS Rally2 ein, Geipel setzt dagegen auf den Toyota GR Yaris Rally2. Alle drei Fahrzeuge verfügen über eine Leistung von ca. 300 PS.

Aufgrund der Ausgangssituation in der Punktetabelle zur Deutschen Rallye-Meisterschaft könnte es sein, dass bei der 54. ADAC Rallye Stemweder Berg bereits vorzeitig der Kampf um den Titel entschieden wird:

  1. Marijan Griebel Škoda Fabia RS Rally2 137 Punkte
  2. Philip Geipel Toyota GR Yaris Rally2 116 Punkte
  3. Julius Tannert Škoda Fabia RS Rally2 77 Punkte
  4. Dennis Rostek Škoda Fabia RS Rally2 74 Punkte
  5. Chris Gropengiesser Škoda Fabia RS Rally2 55 Punkte

Für einen Sieg werden 30 Punke vergeben, für den Schnellsten auf der Powerstage gibt es darüber hinaus 5 Zusatzpunkte. Für Spannung ist also gesorgt.

Die erste Etappe startet am Freitag, den 26. September um 16:31 Uhr, mit den vollelektrisch angetriebenen Fahrzeugen des ADAC Opel Electric Rally Cups auf der Borsigstraße in Lübbecke. Dort sind auch Zuschauerinformationen und Programmhefte verfügbar. Das Hauptfeld der Teilnehmer um den Kampf zur Deutsche Rallyemeisterschaft. nimmt ab 17:01 Uhr die Fahrtstrecke unter die Räder.

Die Teams absolvieren am Freitag vier Sonderprüfungen auf zwei unterschiedlichen Strecken. Dabei fahren die Rallyefahrzeuge in der Nähe von Petershagen auf einem Rundkurs 3-mal an den Zuschauern vorbei – ein Leckerbissen für die Fans, da sie ihre Idole gleich mehrfach in Aktion sehen können. Austragungsort dieses 6 Kilometer langen Spektakels ist das Werksgelände der Firma Fahrzeugbau Wiese sowie der umliegende Außenbereich. Gestartet wird dort um 17:32 Uhr, Zuschauerparkplätze sind in unmittelbarer Nähe vorhanden.

Durch die fachkundige Moderation durch einen Streckensprecher bleiben die Besucher stehts auf dem Laufenden. Für das leibliche Wohl ist auf dem Betriebsgelände ebenfalls gesorgt. Ein weiteres Highlight dürfte der 2. Durchgang dieser Wertungsprüfung ab 19.37 Uhr sein: Die Teilnehmer werden in einem sogenannten »Gruppenstart« auf die Piste gehen. Im Abstand von nur wenigen Sekunden gehen 4 Fahrzeuge fast gleichzeitig auf die Jagd nach der Bestzeit. Es werden spannenden Duelle und spektakuläre Überholmanöver zu sehen sein.

Ab 20:17 Uhr werden die ersten Teilnehmer im Etappenziel auf der MERKUR-RALLYEMEILE in der Paul-Gauselmann-Straße zurückerwartet. Restart ist am Samstagmorgen bereits um 7:01 Uhr. Die Teams haben dann 10 Sonderprüfungen zu absolvieren. Ab 18:46 Uhr werden die Teams auf der MERKUR-RALLYEMEILE in der Paul-Gauselmann-Straße eintreffen.

Auch 7 heimische Teams lassen sich nicht die Gelegenheit nehmen, bei der 54. ADAC Rallye Stemweder Berg an den Start zu gehen.

Der Gütersloher Walter Gromöller startet mit Beifahrer René Meier im Opel Ascona 400, einem historischen Fahrzeug Baujahr 1981. „Nachdem wir uns den Titel in der »DRM Classics« Wertung bereits sichern konnten, wollen wir uns nun auch noch den Titel in der »Nationals«-Wertung einfahren.“ Dort liegt Gromöller derzeit auf einem aussichtsreichen 2. Platz.

Der 25 Jahre alte Max Wendt aus Stemwede-Haldem nutzt die ADAC Rallye Stemweder Berg traditionsgemäß, um vor der Haustür sich mit seinem 12 Jahre älteren Bruder Marcel zu messen. „Nach unserem Unfall im letzten Jahr habe ich noch eine offene Rechnung mit der Rallye Stemweder Berg“, so Max Wendt.
„Aufgrund einer Schnapsidee arbeiten wir die letzten 3 Wochen am Aufbau eines komplett neuen Autos. Wir hoffen, dass bis zum Start auch tatsächlich alles fertig wird. Dieses Jahr sind wir bisher noch keine Rallye gefahren, eine Zielankunft und ein gutes Gefühl im Auto wäre also schon das höchste aller Gefühle.“ Max und Marcel Wendt werden mit ihren Stammbeifahrern Rico Sacher und Kay Papenfuß, ebenfalls beide aus Stemwede, an den Start gehen.

Heinz-Otto Sagel aus Brakel-Erkeln wird mit Beifahrer Marvin Pollmeiner aus Schloß Holte-Stukenbrock mit seinem Porsche Cayman S an den Start gehen. Der 64jährige Unternehmer sieht seinen Einsatz gelassen: „Für mich ist es meine Heimatrallye, wir fahren dieses Jahr in keiner Meisterschaft, sondern starten nur bei Veranstaltungen, die uns Spaß machen. Einen Platz in den Top-20 sollten für uns möglich sein.“

Karl Otto Niebäumer aus Bad Salzuflen startet mit seiner Schwester Anna als Beifahrerin auf einem Suzuki Swift Sport. „Wir fahren in diesem Jahr um die DRM Nationals Wertung, außerdem ist die ADAC Rallye Stemweder Berg unsere Heimveranstaltung, da wollen wir natürlich im Ziel auf dem Siegertreppchen stehen und so viele Punkte wie möglich für die Meisterschaft einfahren“, freut sich der 23jährige.

Jürgen Bursian startet zusammen mit Beifahrer Frank Hoffmann aus Gütersloh im historischen Mitsubishi Starion. Der Rentner aus Rheda-Wiedenbrück liegt in der Meisterschaftswertung der »DRM Classics« auf Rang 4. „Unser Auto ist der Konkurrenz unterlegen, deshalb geht es hier für uns eher um das heile Ankommen im Ziel“.

Rallye-Urgestein Ulf-Wilhelm Zorn aus Ilserheide, der bereits seit Mitte der 80er Jahre bei Rallyes antritt, startet mit Beifahrer Michael Wagner aus Herford in einem BMW E46.

Der Bünder Lucas Jim Kiel nimmt mit dem Suzuki Swift und Copilotin Johanna Kniehase aus Staffhorst teil.

Darüber hinaus nimmt der Lübbecker Leon Hasenkamp auf dem „heißen Sitze“ des Copiloten an der Seite des Dänen Henrik Munk Hansen auf einem Peugeot 106 S16 Platz.

Text und Fotos: Lothar Bökamp // ANTRIEB.MEDIA

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