Marijan Griebel Aktuell: Gesamtrang drei und zurück an der Tabellenspitze
Die malerischen Weinberge entlang der Mosel rund um Wittlich sowie die angrenzende Eifelregion bildeten erneut einen tollen Rahmen für den dritten Wertungslauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft 2026. Die insgesamt knapp 80 Teams fanden an den beiden Veranstaltungstagen der Rallye ADAC Mittelrhein komplett unterschiedliche Streckencharakteristiken vor.
Während der erste, längere Rallyetag vor allem die typisch kurvigen, engen und teilweise auch mit Staub und Dreck versehenen Strecken zwischen den Weinreben beinhaltete, standen die vier Wertungsprüfungen des zweiten Tages ganz im Zeichen von flüssigen, schnellen Kreisstraßen in der Eifelregion.
Dass der aktuelle Deutsche Rallye-Meister Marijan Griebel (36, Hahnweiler) gemeinsam mit seiner mecklenburgischen Copilotin Ella Kremer (27, Severin) beide Disziplinen hervorragend beherrscht zeigt seine weiße Weste bei der Ralle ADAC Mittelrhein. Alle vier bisherigen Ausgaben konnte der Polizeihauptkommissar für sich entscheiden.
Standesgemäß begann das Duo die Rallye auch mit zwei Bestzeiten und setzte sich früh an die Spitze. Auf dem mit gut sechzehn Kilometern längsten Streckenabschnitt der Veranstaltung folgte dann jedoch der erste Dämpfer. Trotz fehlerfreier Fahrt „nur“ Rang drei mit rund zehn Sekunden Rückstand auf den schnellsten Teilnehmer. Bei der zweiten Durchfahrt derselben Wertungsprüfung am Nachmittag bot sich das gleiche Bild. Wieder keine erkennbaren Fehler, wieder ein größeres Zeitdefizit auf die Bestzeit. Nachdem der fünfte Gesamtsieg bereits in recht weite Ferne gerückt war konzentrierten sich Griebel und Kremer gerade auf das Verwalten des zweiten Gesamtrangs sowie der Führungsposition in der Wertung für die Deutsche Meisterschaft als auf der achten Wertungsprüfung dann nach einem längeren harten Schotterstück der nächste kleine Schock folgte. Druckverlust am hinteren linken Reifen, Plattfuß für über fünf Kilometer und rund eine halbe Minute Zeitverlust.
Am Ende des ereignisreichen ersten Tages rangierte der Polizeihauptkommissar in seinem vom Pole Promotion-Team vorbereiteten Skoda Fabia RS Rally2 letztlich auf Gesamtrang drei.
Der kürzere zweite Tag verlief dann deutlich planmäßiger. Mit konstant schnellen Zeiten bauten Griebel und Kremer ihre Führung in der Wertung der Deutschen Rallye Meisterschaft (alle Piloten sind verpflichtet, mit einer bestimmten Reifenmarke zu starten) wieder aus und kämpften sich bis auf zwei Sekunden an Gesamtrang zwei heran. Letztlich reichte die Attacke auf der finalen Power Stage nicht mehr, um Griebels langjährigen Mentor, Freund und Partner Armin Kremer, den Vater seiner Copilotin Ella, von Rang zwei zu verdrängen. Mit dem Sieg in der DRM-Wertung sowie fünf Zusatzpunkten auf der Power Stage konnte sich das Meisterduo aber über die maximale Punkteausbeute freuen und somit von Rang vier zurück an die Spitze der Meisterschaft setzen.
„Das war ein ereignisreiches Wochenende“, kommentierte Griebel. „Die Hankook Reifen sind für uns in diesem Jahr neu. Wir haben hier zum allerersten Mal die harte Mischung benutzt und die hat leider irgendwie überhaupt nicht gut funktioniert. Der Plattfuß war dann einfach Pech, das gehört im Rallyesport manchmal auch dazu. Daher bin ich umso glücklicher, dass wir unter den gegebenen Umständen trotzdem die Führung in der Deutschen Meisterschaft zurückerobern konnten, auch wenn ich natürlich gerne zum fünften Mal den Gesamtsieg an der Mosel geholt hätte. Immerhin haben wir unter diesen Umständen mit den beiden starken Gaststartern viel gelernt und können die Erkenntnisse in zwei Wochen bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye hoffentlich positiv umsetzen. Vielen Dank an meine Partner und das ganze Team, ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz.“
Der kommende Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft findet vom 13. – 15. August bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye in den Regionen rund um Illingen, Kusel und Freisen statt und ist gleichzeitig Griebels Heimevent.
Foto: Lothar Bökamp // ANTRIEB.MEDIA

