FIA Junior WRC

Schotter erwartet die Junior-WRC-Teams in Portugal

Die Saison der FIA Junior WRC geht diese Woche in eine neue Phase, denn die Vodafone Rally de Portugal ist die erste Schotter-Runde des Jahres 2026.

Nach dem Saisonauftakt auf Schnee in Schweden und Asphalt in Kroatien wechselt die Meisterschaft nun zu einem der klassischen Schotterläufe der FIA World Rally Championship. Sieben Crews im Ford Fiesta Rally3 Evo stellen sich der anspruchsvollen Mischung aus schnellen, sandigen Straßen und berühmten Prüfungen wie Amarante und Fafe.

Für Calle Carlberg und Beifahrer Jørgen Eriksen bietet Portugal die Chance, an den starken Saisonstart anzuknüpfen. Nach dem Sieg in Schweden und einem Podestplatz in Kroatien führt das schwedische Duo die Gesamtwertung nach zwei Läufen an und liegt 25 Punkte vor Ali Türkkan und Oytun Albayrak. Leevi Lassila und Gil Membrado teilen sich mit 24 Punkten Rang drei.

„Ich freue mich auf Portugal“, sagte Carlberg. „Nach dem Reifenschaden in Kroatien will ich Revanche. Wir konnten vor dieser Rallye keinen Test fahren, deshalb bereite ich mich vor, indem ich so viele Onboard-Videos der Organisatoren wie möglich anschaue und Zeit im Simulator verbringe.“

Türkkan reist mit eigenem Rückenwind an, nachdem er in Kroatien gewonnen hat. Dort hielt er dem späten Druck von Carlberg stand und holte seinen ersten Junior-WRC-Sieg der Saison. Der Türke und sein Landsmann Kerem Kazaz – aktuell Sechster der Gesamtwertung – waren am vergangenen Wochenende bei der Rallye Bodrum in der Türkei im Einsatz, bevor sie den Fokus auf Portugal richteten. Kazaz startete und gewann dort in der Rally2-Kategorie, während Türkkan im Castrol Ford Team Türkiye jüngere Fahrer coachte.

Membrado geht ebenfalls mit viel Selbstvertrauen an den Start. Der Spanier gewann im vergangenen Monat bei der Rally Islas Canarias erstmals in der WRC3-Klasse auf heimischem Boden und reist nun nach Portugal, um diese Form auch in der Junior-WRC zu bestätigen.

„Ich freue mich sehr auf den Start der Schotter-Saison der Junior-WRC in Portugal“, sagte Membrado. „Es liegt nahe an Spanien, deshalb fühlt es sich fast wie ein Heimspiel an. Im Rallyesport ist es immer gut, wenn man das Gelände und die Prüfungen kennt.

Wir kommen mit einem Sieg in der WRC3 von der Rally Islas Canarias, also sind wir selbstbewusst und bereit für die nächste Runde der JWRC. Ich denke, Portugal wird eine lange und anspruchsvolle Rallye, aber wir werden unser Bestes geben.“

Lassila, derzeit punktgleich mit Membrado, freut sich ebenfalls auf die Rückkehr auf losen Untergrund, auch wenn der Schotter in Portugal eine ganz andere Herausforderung darstellt als der, den er aus Finnland kennt.

„Ich bin froh, wieder auf Schotter zu fahren“, sagte der Finne. „Natürlich ist es eine andere Art von Schotter als bei uns. Portugal ist für mich eine neue Rallye, deshalb bin ich sehr gespannt, wie es wird.“

Raúl Hernández, Fünfter in der Gesamtwertung und nur einen Punkt hinter Lassila und Membrado, sieht im Wechsel auf Schotter ebenfalls einen Vorteil.

„Ich gehe sehr zuversichtlich in die kommende Rallye in Portugal“, sagte Hernández. „Schotter ist unser Lieblingsuntergrund. Wir wollen angreifen und vorne mitkämpfen.“

Für Craig Rahill ist Portugal ein weiterer wichtiger Schritt in seiner Rally3-Entwicklung. Der Fahrer der Motorsport Ireland Rally Academy holte in Kroatien mit Platz drei sein erstes Junior-WRC-Podium, doch diese Woche bestreitet er seinen ersten Schotter-Start im allradgetriebenen Ford Fiesta Rally3 Evo.

„Wir freuen uns darauf, jetzt auf Schotter zu wechseln und das Rally3-Auto auf losem Untergrund kennenzulernen“, sagte Rahill. „Es ist unser erster Einsatz auf Schotter mit diesem Auto und im Allradantrieb, daher haben wir viel zu lernen.

Wenn man auf die letzten Jahre schaut, ist Portugal eine Rallye, bei der es vor allem ums Ankommen geht. Wir wollen sauber fahren, Fehler vermeiden und wieder gute Punkte holen.“

Die Crews beginnen am Mittwoch mit dem Shakedown in Baltar, bevor die Rallye am Donnerstag mit den Prüfungen Águeda / Sever, Sever / Albergaria und der Super Special Stage in Figueira da Foz startet.

Am Freitag stehen Mortágua, Arganil, Lousã und Góis auf dem Programm. Am Samstag folgt die nördliche Schleife mit Felgueiras, Cabeceiras de Basto, Amarante, Paredes und Lousada. Das Finale am Sonntag konzentriert sich auf Vieira do Minho und Fafe, wobei die zweite Durchfahrt von Fafe die Wolf Power Stage bildet.

Maciej Woda, Manager der FIA Junior WRC, sagte:
„Portugal ist immer eines der Highlights im Kalender der Junior-WRC, und dieses Jahr kommt es zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt in der Saison. Nach zwei sehr unterschiedlichen Rallyes in Schweden und Kroatien wechseln wir jetzt auf Schotter, was neue Herausforderungen für unsere Teams mit sich bringt. Es ist eine Rallye, bei der Geschwindigkeit allein nicht ausreicht. Die Crews müssen das Auto managen, die sich verändernden Streckenbedingungen verstehen und wissen, wann sie angreifen müssen. Genau darum geht es in der Junior-WRC. Mit sieben Teams, die diese Prüfungen in Angriff nehmen, erwarten wir eine sehr spannende Woche.“

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