Giandomenico Basso feiert dritten Sieg bei der Rally di Roma Capitale
Giandomenico Basso hat zum dritten Mal die Rally di Roma Capitale gewonnen. Der zweifache Europameister setzte sich bei der fünften Runde der FIA European Rally Championship (ERC) in einem spannenden Finale gegen Andrea Mabellini durch und sicherte sich nach 2019 und 2021 erneut den Sieg beim prestigeträchtigen Asphaltrennen.
In der Hitze der italienischen Hauptstadt behauptete sich Basso, der mit Co-Pilot Lorenzo Granai im Škoda Fabia RS Rally2 unterwegs war, gegen starke Konkurrenz. Mit einem Vorsprung von 3,7 Sekunden auf Andrea Mabellini (Škoda, ebenfalls Pirelli-bereift) entschied er die Rallye für sich. Mabellini wiederum sicherte sich mit Platz zwei sein erstes Podium der laufenden Saison und festigte damit seine Position im Titelkampf.
Spannendes Duell bis zum Schluss
Basso und Andrea Crugnola (Citroën C3 Rally2) lieferten sich bis Sonntagmittag einen offenen Schlagabtausch. Nach einem Rückstand von 3,3 Sekunden zu Beginn des Finaltages übernahm Basso nach WP9 erstmals die Führung. Crugnola konterte zwar und lag zur Mittagspause wieder 2,5 Sekunden vorn, doch eine Zeitstrafe wegen eines verspäteten Starts in die Nachmittagsetappe warf ihn zurück. Die 20 Strafsekunden bedeuteten nicht nur das Ende seiner Siegchancen, sondern auch ein Abrutschen auf Rang fünf.
Marczyk bleibt konstant – Dapra stark
Miko Marczyk, Tabellenführer der ERC, komplettierte mit Platz drei das Podium. Der Pole hatte am Samstag mit Bestzeiten auf WP2 und WP3 zwischenzeitlich die Führung übernommen, fiel jedoch nach einem Ausrutscher zurück. Mit dem Sieg in der Power Stage sicherte er sich zusätzliche Meisterschaftspunkte.
Einen starken Auftritt lieferte auch Roberto Dapra, der WRC2-Sieger der Rallye Sardinien. Der Italiener arbeitete sich mit zwei WP-Bestzeiten am Samstagnachmittag auf Gesamtrang vier vor. Simone Campedelli beendete die Rallye als Sechster nach einer starken Leistung am Sonntag, gefolgt von Efrén Llarena, der im neuen Toyota GR Yaris Rally2 weitere Fortschritte zeigte.
Mads Østberg, der am Samstag noch im Podiumskampf lag, klagte über Balanceprobleme an seinem Citroën und musste sich mit Rang acht zufriedengeben. Die Top Ten komplettierten der Slowene Boštjan Avbelj und der tschechische Meister Dominik Stříteský.
Siege in den Nachwuchsklassen
In der ERC3-Wertung setzte sich Tymek Abramowski gegen Hubert Kowalczyk und Casey Jay Coleman durch. Calle Carlberg gewann im Opel Corsa Rally4 sowohl die ERC4- als auch die Junior-ERC-Wertung, vor Jaspar Vaher (Lancia Ypsilon Rally4 HF) und Craig Rahill (Peugeot 208 Rally4).
FINAL STANDINGS:
- G Basso / L Granai ITA Škoda Fabia RS 2h 4m 11.2s
- A Mabellini / V Lenzi ITA Škoda Fabia RS +3.7s
- M Marczyk / S Gospodarczyk POL Škoda Fabia RS +7.4s
- R Daprà / L Guglielmetti ITA Škoda Fabia RS +10.1s
- A Crugnola / P Ometto ITA Citroën C3 Rally2 +14.3s
- S Campedelli / T Canton ITA Škoda Fabia RS +16.1s
Foto: @World / Red Bull Content Pool

