Lukas Meiners Aktuell: Frühes Aus nach Unfall bei der Hunsrück-Junior-Rallye
Der zweite Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup endete für Lukas Meiners (24, Elsfleth) und Beifahrer Leon Witte (16, Barenburg) deutlich früher als erhofft. Dabei hatte sich das Duo aus der Wesermarsch und dem Landkreis Diepholz besonders auf die traditionsreiche Hunsrück-Junior-Rallye mit 63 Vollgaskilometern durch das Hunsrück-Gebirge gefreut.
Die anspruchsvollen Feldwege im Hunsrück, schnelle Passagen sowie eine Wertungsprüfung durch einen Steinbruch machten die Veranstaltung für das Nachwuchsteam zu einem echten Highlight im Kalender.
„Diese Rallye war uns extrem wichtig. Die Strecken machen unglaublich viel Spaß und jeder gefahrene Kilometer bringt Erfahrung, die gerade am Anfang dieser steilen Lernkurve extrem wichtig ist“, beschreibt Meiners die Bedeutung des Wochenendes.
Verbesserte Vorbereitung nach der Ostalbrallye
Nach den Erfahrungen beim Saisonauftakt der Ostalbrallye hatte das Team die vergangenen Wochen intensiv genutzt, um sich weiterzuentwickeln. Vor allem der Aufschrieb und die Vorbereitung auf die Eigenarten der Rallye wurden deutlich verbessert.
„Wir investieren rund drei Wochen fast jeden Nachmittag in eine einzige Rallye – vor allem in die Sponsorensuche“, erklärt Meiners, der auf einem Bauernhof in Elsfleth aufgewachsen ist und das Rallyeprojekt gemeinsam mit Sponsoren, Eigenleistungen und Unterstützung des ADAC Weser-Ems finanziert.
Für Meiners und Witte war die Hunsrück-Junior-Rallye bereits die dritte gemeinsame Veranstaltung. Trotz seines jungen Alters bringt der 16-jährige Witte bereits wichtige Erfahrung im Rallyesport mit.
Früher Rückschlag auf der ersten Prüfung
Mit viel Vorfreude und einem besseren Gefühl als noch beim Saisonauftakt startete das Duo in die erste Wertungsprüfung. Doch wenige Kurven vor dem Ende folgte die Ernüchterung.
„Nach fünf Wochen Pause hatte ich mich eigentlich schnell wieder an den Corsa Rally6 gewöhnt. Dann bin ich zu schnell in eine enge Rechtskurve gefahren und habe begonnen zu untersteuern“, beschreibt Meiners die Situation.
Mit Hilfe der Handbremse versuchte der Elsflether noch, einen größeren Schaden zu verhindern. Das Fahrzeug drehte sich und rutschte rückwärts in ein Gebüsch neben der Strecke.
Dabei hatte das Team großes Glück: Der Opel Corsa Rally6 blieb nahezu unbeschädigt. Allerdings steckte das Fahrzeug so tief fest, dass eine Weiterfahrt unmöglich war.
Frust statt Rallye-Kilometer
Für Meiners überwog nach dem Ausfall zunächst vor allem Frust.
„Ich habe mich in diesem Moment richtig dumm gefühlt und wollte alles versuchen, um das Auto wieder freizubekommen“, beschreibt er die ersten Minuten nach dem Unfall.
Während Meiners bereits die nachfolgenden Teilnehmer warnen musste, hatte Witte zunächst Schwierigkeiten, überhaupt aus dem Fahrzeug auszusteigen. Seine Tür war durch einen Baum blockiert.
Fokus liegt auf Erfahrung und Entwicklung
Trotz der Enttäuschung richtet sich der Blick bereits wieder nach vorne. Das Ziel der Saison bleibt unverändert: möglichst viele Kilometer sammeln, Erfahrungen gewinnen und das Fahrzeug ins Ziel bringen.
„Gerade in dieser Klasse geht es darum, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln“, so Meiners.
Ein besonderer Dank gilt dem ADAC Weser-Ems, den Sponsoren, Makrocars Motorsport, den Familien sowie allen Helferinnen und Helfern entlang der Strecke, die den Rallyesport überhaupt möglich machen.
Weiter geht es für das Duo aus Elsfleth und Barenburg bei der Heimrallye in Visselhövede am 6. Juni.
Foto: Sascha Dörrenbächer

