Reiter / Nemenich gewinnen die AvD/STH Hunsrück Junior Rallye
Mit dem Sieg von Max Reiter / Conny Nemenich im Lancia Ypsilon Rally4 HF (Klasse RC4) endete der sechste Vorlauf zum Ravenol Deutscher Rallye Cup. Im Ziel der 27. AvD/STH Hunsrück-Junior-Rallye (23.05.2026) hatte das saarländische Duo einen Vorsprung von 45 Sekunden vor ihren Klassenkollegen Jonas Ertz / Anna-Lena Mergen im Opel Corsa Rally4. Die hatten sich in der letzten Prüfung diesen Platz von Michael Bieg / Vanessa Dagge (Mitsubishi Lancer, NC1) mit einem Vorsprung von 2,4 Sekunden erobert. Zur Halbzeit, nach Bestzeiten auf den ersten 3 Prüfungen, führten Christopher Gerhard / Lena März im Citroën C3 Rally2. Sie mussten den RC2-Allradler dann allerdings mit Elektrik-Problemen abstellen. Vor der finalen Prüfung lagen Uwe und Jenny Gropp in einem zweiten C3 Rally2 hinter Reiter auf Platz zwei. Sie mussten ihren C3 jedoch vor dem Ziel mit Getriebeproblemen abstellen.
Durch den Erfolg bei der Junior-Hunsrück schoben sich Reiter / Nemenich mit nur drei Top-Resultaten auf den sechsten DRC-Zwischenrang nach vorne. In der Gassner Motorsport TOP Five Trophy, hier werden die eingeschriebenen DRC-Teilnehmer gewertet, die in die Top-Fünf der Gesamtwertung fahren, konnten sie ihren Vorsprung ausbauen. „Die Veranstaltung ist für uns wirklich sehr gut gelaufen, trotz kleinerer Fehler sind wir mit dem Ergebnis natürlich zufrieden“, freute sich Reiter im Ziel. „Die Hunsrück-Junior führte wie immer über sehr anspruchsvolle Wertungsprüfungen, die boten alles, was das Herz begehrt.“
Mathias Schläppi baut Führung im Ravenol DRC weiter aus
Mit seinem fünften Klassensieg in der stark besetzten Klasse NC3 baute Mathias Schläppi im Peugeot 208 R2 seinen Vorsprung im Ravenol DRC wie auch in der Sonderwertung Ravenol DRC Trophy powered by Pirelli weiter aus. Gleichzeitig feierte er bei der Hunsrück-Junior seinen dritten Klassensieg in Folge. „Aller guten Dinge sind doch drei“, schmunzelte der Schweizer im Ziel. „Zu Beginn hatten wir gepuscht und lagen vor der letzten WP in Schlagdistanz zum Gesamt-Podium. In der Prüfung machte ich dann aber einige Fehler, so dass ich anschließend nur noch den Klassensieg sicher nach Hause gefahren habe.“ Im kleinen R2-Löwen wurde es dann der beachtliche fünfte Gesamtrang. Im Hunsrück war Schläppi erstmals mit seiner Landsfrau Iris Thurnherr unterwegs, „das hat super funktioniert, sie hat sehr viel Gefühl für die Ansagen, da merkt man, dass sie früher selbst gefahren ist.“
Kevin Müller / Stefanie Spreitzer feierten in ihrem liebevoll ‚Daisy‘ genannten Toyota GR Yaris den Klassensieg in der NC2 und schoben sich so mit 0,59 Punkten Rückstand an den DRC-Zweiten Niklas Pöttgen heran. „Die Prüfungen waren wie gewohnt sehr schön für unsere Daisy, allerdings ist die Dame wohl weniger dicht wie gedacht, nach den Schotterpassagen waren wir im Auto wie geteert und gefedert,“ schmunzelte das Duo im Ziel. „Nach der Nullrunde zu Beginn nehmen wir die Punkte jetzt so wie sie kommen.“
Mit den Punkten für den zweiten Klassenplatz in der NC2 hinter Müller schoben sich Tony Bayer / Dominik Buß im BMW 323TI auf der vierten DRC-Rang nach vorne. „Nach einer beschwerlichen Anreise mit zwei Plattfüßen am Anhänger lief die Rallye dann wirklich gut,“ war Bayer zufrieden. „Die Schotterpassagen waren toll, dort haben wir aber gemerkt, dass beim ersten Start hier doch die Streckenkenntnisse fehlen und wir gerade dort mit unserem Hecktriebler gegen die Klassenkollegen mit Allrad keine wirkliche Chance haben.“
Escher gewinnt die zweite Runde zum ADAC Rallye Junior Cup.
Mit dem Sieg von Kurt Escher / Leon Hasenkamp endete der zweite Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup. In der neuen Nachwuchsserie des ADAC, die auf identischen Opel Corsa Rally6 ausgetragen wird, belegten die Brüder Arwed und Aaron Jungnickel den zweiten Platz. Da die beiden Teams den Auftaktlauf in umgekehrter Reihenfolge beendeten, führen sie nun punktgleich die Cup-Wertung an.
„Schon beim ersten Lauf hatte ich den Speed, vorne mitfahren zu können, jetzt bin ich sogar auf der Strecke geblieben,“ erklärte Escher schmunzelnd im Ziel. „Solch ein Sieg belohnt die Arbeit aller, die daran beteiligt sind. Danke auch für die neue Ravenol-Speed-Trophy und die damit verbundenen Preisgelder.“ Vier der mit je 50 Euro prämierten WP-Bestzeiten im Cup gingen an Escher, eine sicherte sich Jungnickel.
„Nach der Bestzeit zu Beginn haben wir durch den Abbruch der zweiten Prüfung etwas den Rhythmus verloren. Beim Versuch die Führung wieder zurückzuholen war ich zu aggressiv unterwegs, da ist meine Strategie auf den unfassbar coolen Prüfungen in die Hose gegangen,“ erklärte Arwed Jungnickel den zweiten Platz.
Für Lukas Meiners / Leon Witte endete der Lauf im Hunsrück schon wenige Kurven vor dem Ende der ersten Prüfung mit einem Ausritt. Das gleiche Schicksal traf Luca und Merle Wanke, die aufgrund der Folgen eines Ausrutschers nach der dritten WP aufgeben mussten.
Foto: Sascha Dörrenbächer

