Souveräner Sieg für Manuel Kößler / Benedikt Hofmann (DEU) bei der Rally Poreč
Das deutsche Team Manuel Kößler / Benedikt Hofmann gewinnt im Hyundai i20 R5 die Mitropa Rally Cup Wertung bei der 27. Rally Poreč in Kroatien
Rino Muradore/Cristina Delbello siegen erneut mit ihrem Ford Escort RS 2000 MKII die Wertung für historische Fahrzeuge
Das italienische Team Federico Laurencich / Alberto Mlakar (Peugeot 106 Rallye S2) sichern sich den Sieg in der internen Club-Championship
Manuel Kößler holt sich mit Beifahrer Benedikt Hofmann den Sieg in der Mitropa Rally Cup (MRC) Wertung bei der 27. Rally Poreč (24.-26.4.26) in Kroatien. Das deutsche Team fährt alle Bestzeiten auf den 11 gezeiteten Sonderprüfungen und bringt so den Hyundai i20 R5 mit einem Start-Ziel-Sieg und einem Vorsprung von 2:33,9 Minuten auf Platz 1 des Podiums.
Um jede Sekunde wurde um die Plätze 2 und 3 gekämpft. Zunächst fährt der Slowene Simon Rončel im Peugeot 208 Rally4 vor seinem deutschen Konkurrenten Fabian Schulze im baugleichen Fahrzeugmodell bis nach der vierten Sonderprüfung mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2,6 Sekunden.
Tiefe Cuts und verschmutze Asphaltstraßen verlangten den Piloten alles ab. Schulze zieht dann an dem 36jährigen Slowenen vorbei, kann seine Position nicht halten und Rončel holt sich Rang 2 zurück. Aber dessen Freude über den wiedergewonnenen Platz währt nicht lang, Schulze kontert und holt sich den zweiten Rang zurück, verteidigt diesen bis ins Ziel und verweisen den Slowenen mit einem Vorsprung von 15,9 Sekunden auf Rang 3.
Auf Rang 4 fährt Hermann Gaßner Sr. im Hyundai i20 R5. Trotz 2 zweitschnellster Zeiten muss Gaßner sich den zwei schnellen Fronttrieblern geschlagen geben. Platz 5 geht an den Italiener Cristian Terpin im Peugeot 208 Rally4.
Damit verteidigt Gaßner Sr. die Tabellenführung vor Manuel Kößler, der jedoch beim ersten Lauf in dieser Saison nicht angetreten war. Auf Rang 3 der Meisterschaftstabelle folgt Fabian Schulze. Rüdiger Dilg (DEU) fährt auf Platz 4 vor und der MRC Neueinsteiger Robby Fechner (DEU) belegt trotz seines Ausfalls im ersten Wertungslauf jetzt Tabellenplatz fünf.
In der Wertungsgruppe für historische Automobile boten sich zunächst zwei Italiener ein heißes Duell. Alessandro Pulz hatte zunächst mit dem Ford Sierra RS Cosworth die Nase vorn. Nach seinem Ausfall in der dritten Sonderprüfung packte dann jedoch das Team Rino Muradore/Cristina Delbello im Ford Escort RS 2000 MKII die Gelegenheit beim Schopfe und hatte freie Fahrt zum Sieg. Sein Landsmann Nicola Randon belegt im Fiat Ritmo Abarth 130 TC Platz 2 vor dem Ungar János Dunavölgyi mit dem Lada Samara 21080 auf dem dritten Platz.
Muradore baut damit seinen Vorsprung als Führender in der Meisterschaft für historische Fahrzeuge weiter aus. Es folgt in der Tabelle auf Rang zwei Dunavölgyi. Platz 3 belegt der Österreicher Walther Stietka, der jedoch in Poreč nicht am Start war.
In der internen Club-Championship gab es ebenfalls einen Start-Ziel-Sieg. Die italienische Paarung Federico Laurencich/Alberto Mlakar gewinnt unangefochten im Peugeot 106 Rallye S2 die Wertung mit mehr als sieben Minuten Vorsprung auf die deutschen Olaf und Heike Rachner im Suzuki Swift Sport MK4. Auf Platz 3 fährt der Mirsad Guzin (DEU) im Subaru Impreza STi N11. Laurencich verteidigt damit die Führung in der Meisterschaft vor dem Ungar Gábor Hulmann und Olaf Rachner.
Von den geplanten 12 Sonderprüfungen konnten aus organisatorischen Gründen nur 11 absolviert werden. Die Rallye an der Adriaküste führt über eine Gesamtstrecke von 507 Kilometern mit 102 Kilometern gezeiteten Sonderprüfungen.
Text: Lothar Bökamp
Foto: Matija Mikulec

