Raid

Rallye Dakar: Fünf beste Geschichten der ersten Woche

Akeel, Baumel, Canet, Peterhansel und Kristoffersson gehen im gnadenlosen Wüstenterrain an ihre Grenzen.

Der Samstag ist der einzige Ruhetag bei der Dakar Rallye 2026. Nach einer extrem fordernden ersten Woche erkundet der Tross die saudi-arabische Hauptstadt Riad. Favoriten glänzten, junge Talente sorgten für Aufsehen und Neulinge passten sich dem Chaos der Rallye an. Das musst du wissen:

Beifahrer Mathieu Baumel bestreitet die Dakar 2026 keine zwölf Monate nach einem schweren Unfall, bei dem sein rechtes Bein amputiert werden musste. Seine schnelle Rückkehr in den Rallye-Raid-Sport inspiriert den belgischen Fahrer Guillaume De Mévius in einer bisherigen Achterbahnwoche.

Baumel, vierfacher Dakar-Sieger an der Seite von Nasser Al-Attiyah, wurde am 29. Januar 2025 von einem Auto erfasst, als er Insassen eines liegengebliebenen Fahrzeugs half. Er wurde ins künstliche Koma versetzt, sein rechtes Bein musste amputiert werden.

Trotz allem wollte er unbedingt wieder Rennen fahren. Gemeinsam mit De Mévius stand er am Start, gewann die erste Etappe am Sonntag und lag nach der zweiten Etappe am Montag auf Gesamtrang drei. Auch nach einem herben Rückschlag am Dienstag, bei dem sie auf scharfkantigen Steinen über zwei Stunden verloren, kämpften sie unbeirrt weiter.

Zur Umstellung auf die Prothese beim Reifenwechsel sagte der 49-Jährige: „Ich habe meine Prothese im Auto. Ich kann den unteren Teil abnehmen. Ich steige mit einem Bein aus, setze die Prothese an und kann dann laufen. Danach mache ich mehr oder weniger alles wie früher. Natürlich hilft mir Guillaume.“

De Mévius, 31, ergänzte: „Die Unterstützung für Mathieu, für das Team und das ganze Projekt ist unglaublich. Der Etappensieg war ein tolles Gefühl, aber jetzt kämpfen wir für etwas anderes.“

Eine weitere frühe Erfolgsgeschichte schrieb der junge Spanier Edgar Canet. Der Katalane dominierte die ersten drei Tage. Nach seinem Sieg in der Rally2-Motorradklasse im Vorjahr stieg er in die RallyGP-Klasse auf und gewann direkt den Prolog am Samstag sowie die erste Etappe am Sonntag.

Platz zwei am Montag brachte ihn bis auf 30 Sekunden an Titelverteidiger Daniel Sanders heran. Dann schlug die Härte der Wüste zurück. Zur Wochenmitte lag Canet fast elf Stunden zurück auf Rang 59. Der 20-Jährige sagte: „Die Steine zerstören deine Hände und deinen Kopf.“

Auf heimischem Terrain erlebte Dania Akeel Höhen und Tiefen. Die 37-Jährige aus Dschidda beendete die erste Woche als Elfte der Challenger-Klasse. Vier Podestplätze, darunter Rang zwei am Freitag, brachten sie gut in Woche zwei.

Der achtfache Rallycross-Weltmeister Johan Kristoffersson überschlug sich im Prolog mit seinem SSV, kämpfte sich aber zurück und liegt zur Pause auf Platz elf, 3:23:40 Stunden hinter der Spitze.

Der Schwede verlor allein am ersten Tag über 32 Minuten. Seine Mechaniker brachten das Fahrzeug wieder zum Laufen, danach blieb er die Woche über ruhig und verbesserte seine Chancen auf ein Top-10-Resultat.

Kristoffersson sagte: „Ich hatte Angst, dass meine erste Dakar wie ein Sprung aus dem Flugzeug ohne Fallschirm wird. Aber ich habe enorm viel Unterstützung bekommen. Vor Woche zwei fühle ich mich überraschend frisch.“

Für viele ist die beste Geschichte die Rückkehr von ‚Monsieur Dakar‘ Stéphane Peterhansel. Die französische Legende hat weiter Chancen auf seinen 15. Dakar-Sieg. Er verkürzte den Rückstand auf seinen Defender-Teamkollegen Rokas Baciuška in der Stock-Wertung auf 44:43 Minuten und gewann dabei zwei Etappen.

Der 60-Jährige sagte: „Wenn man ein neues Auto zur Dakar bringt, ist das immer kompliziert. Wir haben vor der Rallye 6.000 Kilometer getestet, trotzdem bleibt Nervosität. Bei uns läuft es bisher gut.“

Foto: Red Bull Content Pool

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