Timo Gottschalk Aktuell: Tagesrang 16 einer nicht idealen Startposition abgetrotzt
Es gibt Wölflinge, Ranger und Rover, und es gibt … Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk. Die Rallye-Dakar-Sieger von 2025 haben beim Unternehmen Titelverteidigung auf der dritten Etappe rund um al-‚Ula ihr ganzes Können gezeigt. Dabei eröffnete das saudi-arabisch-brandenburgische Duo als Drittes gestartet über weite Strecken einsam und allein die Route bis ins Ziel, nachdem es seine Hauptrivalen von 2025, Henk Lategan/Brett Cummings (RSA/RSA) mit identischem Toyota-Material nicht nur ein- sondern auch überholte und um weitere sieben Minuten davon fuhr. Dennoch reichte diese Top-Leistung nur zu Tagesrang 16 – auch, weil nachfolgende von der unermüdlichen Pionierarbeit von Al-Rajhi/Gottschalk profitierten. Es galt die Formel: je weiter hinten gestartet, desto größer die Chancen auf eine Top-Platzierung. Etwa wie bei Mitch Guthrie/Kellon Walch (USA/USA, Ford), die als 23. Crew in die Prüfung starteten und mit der Tagesbestzeit die Gesamtführung übernahmen. In der Gesamtwertung machten auch Al-Rajhi/Gottschalk Platzierungen gut – und rangieren nun nach Teil zwei der Aufholjagd vom Auftraktrang 39 auf der 20. Position.
Die dritte Etappe rund um al-‚Ula führte erneut durch die markanten, sandigen Canyons, die so typisch sind für diese Region, und verlangte ein konstant hohes Tempo bei häufigen Richtungswechseln. Zu Beginn bestimmten weiche Sandpassagen und anschließend schnelle Schotterpisten den Rhythmus, bevor das Terrain zunehmend steiniger und technischer wurde. Auf den weiten Plateaus spielte die Navigation eine zentrale Rolle, da die Pisten oft schlecht erkennbar waren. Nach der Neutralisation wechselten sich schnelle, geschwungene Canyons mit kurzen, unangenehm-trialartigen Abschnitten ab, ehe die anspruchsvolle Schlussphase mit schwer sichtbaren und rauen Passagen bis zum Ziel erneut volle Konzentration erforderte.

