Katsuta führt vor Evans – Toyota dominiert den Freitag in Schweden
akamoto Katsuta hat am Freitagabend bei der Rallye Schweden die Führung übernommen. Der Japaner liegt nach dem ersten vollen Rallyetag 2,8 Sekunden vor seinem Toyota-Teamkollegen Elfyn Evans. Es war ein Tag mit wechselnden Bedingungen auf den schnellen, schneegesäumten Prüfungen rund um Umeå.
Nach acht Wertungsprüfungen führt Katsuta ein starkes Toyota-Trio an. Sami Pajari komplettiert die Dreifachführung für den GR Yaris Rally1, der vom ersten Kilometer bis zum nächtlichen Umeå Sprint das Maß der Dinge war.
Der Verlauf des Tages änderte sich bereits am Vormittag deutlich. WM-Spitzenreiter Oliver Solberg war als Führender gestartet, doch auf WP3 (Andersvattnet 1) erlitt sein Traum vom Heimsieg einen Dämpfer. Als erstes Fahrzeug auf der Strecke rutschte er durch plötzliches Übersteuern in eine Schneewand, beschädigte einen Reifen und verlor mehr als 30 Sekunden.
„Ich bin von der Strecke gerutscht, es lag überall so viel Schnee“, sagte Solberg. „Ich habe unterschätzt, wie schwierig es ist, als Erster auf der Straße zu fahren.“
Davon profitierte Evans. Auf der nun saubereren Linie übernahm der Waliser die Führung und baute seinen Vorsprung bis zur Mittagspause auf 14,5 Sekunden aus. Toyota kontrollierte das Geschehen klar.
Am Nachmittag wendete sich das Blatt. Mit zunehmender Beanspruchung brach die vereiste Oberfläche auf, die Spurrillen wurden tiefer. Katsuta startete eine kontrollierte Aufholjagd, verkürzte den Rückstand Prüfung für Prüfung und ging auf WP7 mit nur 0,1 Sekunden in Führung. Mit einer sauberen Fahrt auf dem abschließenden Umeå Sprint verteidigte er seine knappe, aber wichtige Führung bis ins Service.
„Am Nachmittag war es ziemlich knifflig, aber wir haben die Reifen gut geschont“, sagte Katsuta. „Die zweite Durchfahrt war teilweise sehr ausgefahren, deshalb wollte ich einfach sauber bleiben.“
Sami Pajari zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Der Finne kombinierte Tempo mit cleverem Reifenmanagement und liegt als Dritter 22,2 Sekunden hinter der Spitze.
Für Hyundai verlief der Tag schwieriger. Rückkehrer Esapekka Lappi war als Vierter bester Fahrer des Teams, 45,9 Sekunden hinter der Spitze. Er beschrieb sein Fahrgefühl jedoch eher als „driften“ statt angreifen.
Adrien Fourmaux belegt Rang fünf, nur 0,7 Sekunden vor dem wieder herankämpfenden Solberg. Thierry Neuville verlor durch einen Ausrutscher auf WP3 Zeit und liegt als Siebter mehr als 1:40 Minuten zurück. Immerhin durchbrach der Belgier Toyotas Siegesserie mit einer Bestzeit auf der vorletzten Prüfung.
Noch härter traf es M-Sport Ford. Alle drei Puma Rally1 hatten am Vormittag Reifenprobleme. Mārtiņš Sesks musste nach mehreren Defekten aufgeben. Jon Armstrong und Joshua McErlean liegen nur auf den Plätzen acht und neun. WRC2-Spitzenreiter Roope Korhonen komplettiert die Top Ten.
Der Samstag ist zwar etwas kürzer, aber nicht weniger anspruchsvoll. Sieben weitere Prüfungen mit mehr als 100 Kilometern stehen auf dem Programm.
Stand nach Freitag (WP8/18):
- T. Katsuta / A. Johnston (Toyota) 1:10:33,7
- E. Evans / S. Martin (Toyota) +2,8
- S. Pajari / M. Salminen (Toyota) +22,2
- E. Lappi / E. Mälkönen (Hyundai) +45,9
- A. Fourmaux / A. Coria (Hyundai) +50,3
- O. Solberg / E. Edmondson (Toyota) +51,0
Foto: Lothar Bökamp // ANTRIEB.MEDIA

