WRC

Ogier peilt Monte-Carlo-Meilenstein an

Die FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2026 startet in dieser Woche mit der Rallye Monte-Carlo. Sébastien Ogier beginnt dort seine Titelverteidigung auf heimischem Terrain – mit einem historischen Meilenstein fest im Blick.

Nur wenige Wochen nach seinem neunten WM-Titelgewinn in Saudi-Arabien kehrt Ogier zu „seiner“ Rallye zurück. Der in Gap geborene Toyota-Pilot, dessen Heimatstadt erneut das Rallyezentrum bildet, hat Monte-Carlo bereits zehnmal in der WRC und der Intercontinental Rally Challenge gewonnen. Ein weiterer Sieg an diesem Wochenende würde ihn zum erfolgreichsten Fahrer bei einem einzelnen WRC-Lauf machen.

Monte-Carlo eröffnet eine 14 Läufe umfassende Saison, die zugleich das letzte Jahr der Rally1-Regeln markiert. Das verleiht jedem Ergebnis von Beginn an besonderes Gewicht. Auch wenn die Fahrzeuge vertraut sind, bleibt die Herausforderung extrem – für das Wochenende ist starker Schneefall angekündigt.

Der unberechenbarste Lauf im Kalender ist weiterhin ein gnadenloser Test für das Urteilsvermögen. Über 17 Wertungsprüfungen und fast 340 Wettbewerbs-Kilometer treffen die Crews auf ständig wechselnde Asphaltbedingungen – trocken, nass, vereist und schneebedeckt, oft innerhalb derselben Prüfung. Die Reifenwahl kann dabei ebenso entscheidend sein wie das fahrerische Können.

Ogier führt ein starkes Toyota-GAZOO-Racing-Aufgebot an, zu dem erneut Elfyn Evans gehört, der nach fünf zweiten Plätzen weiter seinem ersten WM-Titel nachjagt, sowie Neuzugang Oliver Solberg. Zudem setzt der japanische Hersteller Takamoto Katsuta und Sami Pajari ein, die ihre Speed-Ansätze bei einem der härtesten Saisonläufe in konstante Ergebnisse ummünzen wollen.

Das Hyundai Shell Mobis World Rally Team reist mit dem Ziel an, früh in einer entscheidenden Saison Akzente zu setzen. Angeführt wird der Angriff von Thierry Neuville, WRC-Champion 2024 und zweifachem Monte-Carlo-Sieger, gemeinsam mit Adrien Fourmaux, der bei seinem Hyundai-Debüt hier im Vorjahr überzeugte. Neuseelands Hayden Paddon kehrt im dritten i20 N Rally1 erstmals seit 2018 in die Topklasse zurück.

M-Sport Ford tritt zum Saisonauftakt mit einem jungen, ambitionierten Team an. Grégoire Munster bestreitet einen Gaststart, nachdem er im Vorjahr in Monte-Carlo seinen ersten WRC-Prüfungssieg gefeiert hatte. Josh McErlean baut auf einer soliden Rally1-Debütsaison auf. Frisch von einer starken Saison in der FIA-Europameisterschaft steigt der Nordire Jon Armstrong bei den anspruchsvollsten Prüfungen des Sports in die Topklasse ein.

In der WRC2 kehrt ein großer Name zurück: Lancia feiert sein lang erwartetes Comeback. Das Debüt des Ypsilon Rally2 HF Integrale ist der erste WRC-Auftritt der Marke seit 2000 – ein symbolischer Moment bei jener Rallye, bei der Lancia bis heute der erfolgreichste Hersteller ist.

Der Startschuss fällt am Donnerstagnachmittag, das Finale steigt am Sonntagnachmittag in Monaco. Einen besonderen Höhepunkt gibt es am Samstagabend: Erstmals seit 2008 kehrt die WRC mit einer zuschauerträchtigen Super-Special auf die Straßen Monacos rund um den Hafen Port Hercule zurück.

Foto: Red Bull

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