Titelkampf geht in unbekanntes Terrain – Paraguay gibt WRC-Debüt
Die FIA Rallye-Weltmeisterschaft wagt sich diese Woche (28.–31. August) ins Unbekannte: Paraguay ist erstmals Gastgeber und wird damit die 38. Nation, die eine WM-Rallye austrägt.
Für die Teams bedeutet die ueno Rally del Paraguay ein echtes Neuland-Abenteuer. Die Prüfungen rund um Encarnación kennt keiner – lokales Wissen bringt nichts, Flexibilität ist alles.
Der Zeitpunkt könnte kaum dramatischer sein: Nur drei Punkte trennen WM-Leader Elfyn Evans von Toyota-Teamkollege Kalle Rovanperä. Evans holte sich die Spitze durch Platz zwei in Finnland zurück, wo Rovanperä mit einem dominanten Heimsieg glänzte.
„Nach Finnland sind wir wieder vorne, aber es ist wahnsinnig eng. Da wird es sicher bis zum Saisonende einen harten Fight geben“, sagt Evans. „Eine neue Rallye vorzubereiten ist immer schwierig – erst recht außerhalb Europas, wo wir nicht testen können.“
Rovanperä kommt mit frischem Selbstvertrauen: In Finnland gewann er 15 von 18 Prüfungen – mit Rekordtempo. „Das war ein Mega-Ergebnis für uns und das Team. Die Punkte waren extrem wichtig für die Meisterschaft. Paraguay ist komplett neu für alle, keiner weiß genau, was kommt – nicht einfach vorzubereiten, aber vielleicht liegt’s uns ja.“
Toyota Gazoo Racing dominiert 2025 bislang mit acht Siegen aus neun Rallyes. Zum GR Yaris Rally1-Aufgebot gehören Evans, Rovanperä, Rekordchampion Sébastien Ogier, Takamoto Katsuta und Sami Pajari. Ogier liegt in der WM auf Rang drei, nur 13 Punkte hinter Evans.
Hyundai schickt Titelverteidiger Thierry Neuville, Ex-Weltmeister Ott Tänak (ebenfalls 13 Punkte zurück) und Adrien Fourmaux ins Rennen. M-Sport Ford setzt auf Grégoire Munster und Josh McErlean im Puma Rally1.
Die Rallye startet am Donnerstag und umfasst 19 Wertungsprüfungen mit insgesamt 333,18 Kilometern, bevor es am Sonntagnachmittag ins Ziel geht.
Foto: Red Bull Content Pool / Jaanus Ree

