WRC

Toyota mit Rekordsieg in Chile

Toyota Gazoo Racing World Rally Team feiert Rekordsieg bei der Rallye Chile mit Sébastien Ogier vor Elfyn Evans in einem weiteren beeindruckenden Doppelsieg. Der Sieg ist der 103. Erfolg von Toyota in der FIA World Rally Championship – mehr als jeder andere Hersteller in der Geschichte der Serie – und zugleich der 30. Doppelsieg, womit ein weiterer Rekord eingestellt wurde.

Bei seinem 200. WRC-Einsatz sicherte sich Ogier gemeinsam mit Beifahrer Vincent Landais seinen 66. Sieg und bereits den zweiten innerhalb von zwei Wochen auf südamerikanischem Boden. Durch den Sieg in der Super Sunday-Wertung sowie der Power Stage erzielte er die maximale Punktzahl und übernimmt damit die Führung in der Fahrerwertung – bei noch drei ausstehenden Rallyes in dieser Saison. Das TGR-WRT-Team baute seinen Vorsprung in der Herstellerwertung auf 125 Punkte aus.

Ogier und Evans lieferten sich bis zum letzten Tag ein packendes Duell bei einer Rallye voller Höhen und Tiefen, geprägt von wechselnden Bedingungen in den Wäldern der chilenischen Region Biobío. Regen vor dem Start neutralisierte den Reinigungseffekt der Strecke am ersten Morgen, was Evans nutzte, um die Führung zu übernehmen. Als die Straßen am Nachmittag trockneten, fiel er jedoch auf Platz fünf zurück, während Ogier zur Spitze aufschloss. Am Samstag wechselte die Führung erneut: Evans brillierte bei starkem Regen am Morgen und eroberte die Spitze zurück, bevor Ogier am Nachmittag mit drei aufeinanderfolgenden Bestzeiten konterte.

Nur 6,3 Sekunden trennten die beiden vor dem letzten Tag. Sie teilten sich die Siege in den ersten beiden Prüfungen, doch Ogier setzte sich mit einer schnellen Fahrt in der vorletzten Prüfung ab und sicherte sich mit einem entschlossenen Angriff in der Power Stage die Führung in der Gesamtwertung. Ogier und Landais haben in dieser Saison fünf Siege und drei weitere Podestplätze aus acht Starts eingefahren.

Mit Platz drei in der Power Stage und Rang zwei am Super Sunday rundeten Evans und Beifahrer Scott Martin ihre starke Leistung ab und liegen nun nur zwei Punkte hinter Ogier in der Gesamtwertung.

Kalle Rovanperä und Jonne Halttunen bleiben mit 21 Punkten Rückstand ebenfalls im Titelrennen. Sie führten am Freitagmorgen, bevor ein Ausrutscher einen Reifen von der Felge drückte und sie über eine Minute kostete. Sie kämpften sich zurück und belegten am Ende Platz sechs, Rang drei am Super Sunday und Platz fünf in der Power Stage.

Sami Pajari zeigte eine seiner stärksten Leistungen in seiner ersten vollen Saison auf Rally1-Niveau und belegte im TGR-WRT2-Einsatz mit Beifahrer Marko Salminen Platz fünf – nur 4,4 Sekunden hinter Rang vier nach einem beherzten Kampf bis zum Schluss. Takamoto Katsuta sorgte mit einer verbesserten Leistung am letzten Tag dafür, dass fünf GR YARIS Rally1-Fahrzeuge unter den Top sieben landeten. Er und Beifahrer Aaron Johnston verpassten die Top fünf in der Power Stage um lediglich 0,1 Sekunden.

Oliver Solberg und Beifahrer Elliott Edmondson krönten sich stilvoll zu WRC2-Champions mit dem Sieg und Platz neun im Gesamtklassement in ihrem GR Yaris Rally2. Solberg war in dieser Saison die Referenz in der WRC2 mit seinem von Printsport eingesetzten Fahrzeug, gewann fünf seiner sieben punktberechtigten Einsätze und siegte zudem im Juli bei der Rallye Estland bei seinem GR YARIS Rally1-Debüt. Der GR Yaris Rally2 hat nun in seinen ersten beiden Wettbewerbsjahren jeweils den WRC2-Titel gewonnen – Solberg tritt damit in die Fußstapfen des letztjährigen Champions Pajari.

Juha Kankkunen (Stellvertretender Teamchef):
„Das ist ein weiteres unglaubliches Ergebnis für uns. Dass Toyota nun mehr Siege als jeder andere Hersteller in der WRC verzeichnet, ist ein ganz besonderer Moment. Natürlich weckt das Erinnerungen an meine eigene Zeit als Fahrer, aber was dieses Team heute erreicht, ist einfach beeindruckend. Alle im Team haben bei diesen beiden Rallyes in Südamerika hervorragende Arbeit geleistet, und wir sind wirklich stolz darauf. Seb und Elfyn sind an diesem Wochenende beide großartig gefahren – und ich denke, Seb hat in der Power Stage mit 103 Prozent Einsatz alles gegeben, um die Maximalpunktzahl und den 103. Sieg zu holen. Die letzten Rallyes werden spannend, und auch Kalle darf man nicht abschreiben – er hat heute das Beste herausgeholt. Sami hat hier eine wirklich starke Rallye gezeigt und auch Taka hat mit guter Pace abgeschlossen. Wir freuen uns alle schon auf die nächste Rallye in Mitteleuropa und natürlich auch auf die Rallye Japan.“

Foto: Toyota Gazoo Racing

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