WRC

Triumph für Evans – Toyota gelingt historischer Vierfachsieg bei der Rallye Schweden

Elfyn Evans und Beifahrer Scott Martin haben am Sonntag die Rallye Schweden gewonnen. Mit dem Sieg führte der Waliser ein beeindruckendes Toyota-Quartett auf die Plätze eins bis vier und übernahm die Führung in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft.

Evans startete mit 13,3 Sekunden Vorsprung in die letzte Etappe und kontrollierte das Geschehen auf den drei abschließenden, schneebedeckten Prüfungen souverän. Am Ende gewann er mit 14,3 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Takamoto Katsuta und feierte seinen dritten Schweden-Sieg. Gleichzeitig schrieb Toyota Geschichte: Als erster Hersteller seit Citroën 2010 gelang ein doppelter Vierfach-Podiumserfolg in Folge in der WRC.

Bereits auf der ersten Prüfung am Sonntagmorgen baute Evans seinen Vorsprung leicht aus und verwaltete ihn anschließend clever. Auf der abschließenden Wolf Power Stage wurde er Zweiter, nur 0,078 Sekunden hinter Thierry Neuville, und sicherte sich damit wichtige Zusatzpunkte.

„Ich bin natürlich sehr glücklich und erleichtert“, sagte Evans. „Wir wussten nicht genau, was uns auf der Power Stage erwartet. Ein großes Dankeschön an das Team – sie haben wieder einen unglaublichen Job gemacht. Ein Toyota-1-2-3-4 ist einfach fantastisch. Schweden ist immer etwas Besonderes.“

Mit dem Sieg liegt Evans nach zwei Läufen 13 Punkte vor Oliver Solberg an der Spitze der Fahrerwertung. Toyota baute den Vorsprung in der Herstellerwertung auf 52 Punkte gegenüber Hyundai aus.

Katsuta, der am Freitag geführt hatte, setzte Evans zwar unter Druck und gewann die vorletzte Prüfung, verpasste jedoch seinen ersten WRC-Sieg.

„Natürlich bin ich nicht zufrieden“, sagte er. „Es hätte viel besser laufen können, besonders gestern. Ich muss weiter an mir arbeiten und noch mehr pushen.“

Sami Pajari machte das reine Toyota-Podium perfekt. Mit einer kontrollierten Fahrt sicherte er sich seinen zweiten Podestplatz in der WRC und hielt Oliver Solberg auf Abstand. Solberg, der die Rallye früh angeführt hatte, nach einem Ausrutscher am Freitag jedoch viel Zeit verlor, kämpfte sich auf Rang vier zurück.

„Ich habe am Freitag unterschätzt, wie schwierig es ist“, sagte er. „Das Ergebnis ist etwas enttäuschend, aber nach meinem Fehler ist Platz vier fair.“

Für Hyundai verlief das Wochenende schwierig. Adrien Fourmaux wurde Fünfter, nachdem er auf WP17 an Rückkehrer Esapekka Lappi vorbeiging.

Thierry Neuville erlebte ebenfalls eine komplizierte Rallye, holte sich aber mit dem Sieg auf der Power Stage die maximale Punktzahl. Er sprach von einem „frustrierenden“ Wochenende, da er mit der Balance seines Autos zu kämpfen hatte.

M-Sport Ford brachte zwei Fahrzeuge in die Top Neun: Jon Armstrong wurde Achter, Josh McErlean Neunter. Mārtiņš Sesks zeigte trotz Rückschlägen am Freitag mit einzelnen Bestzeiten sein Potenzial.

In der WRC2 sicherte sich Roope Korhonen mit 11,2 Sekunden Vorsprung den Sieg und komplettierte die Top Ten der Gesamtwertung.

Die FIA Rallye-Weltmeisterschaft reist als Nächstes nach Afrika zur legendären Safari Rallye Kenia, dem dritten Lauf der Saison, vom 12. bis 15. März.

Rally Classification:

  1. E Evans / S Martin GBR Toyota GR Yaris Rally1 2h 35m 53.1s
  2. T Katsuta / A Johnston JPN Toyota GR Yaris Rally1 +14.3s
  3. S Pajari / M Salminen FIN Toyota GR Yaris Rally1 +46.0s
  4. O Solberg / E Edmondson SWE Toyota GR Yaris Rally1 +1m 11.6s
  5. A Fourmaux / A Coria FRA Hyundai i20 N Rally1 +1m 50.3s
  6. E Lappi / E Mälkönen FIN Hyundai i20 N Rally1 +1m 53.2s

WRC Standings after round 2 of 14:

  1. E Evans 60pts
  2. O Solberg 47pts
  3. T Katsuta 30pts

Foto: Lothar Bökamp // ANTRIEB.MEDIA

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