Schütte/David holten sich im Mitsubishi Evo 9 den Sieg bei der Visselhöveder Herbstrallye

Die niedersächsische Veranstaltung wurde nach einer Pause erstmal wieder seit 2019 ausgetragen, diesmal jedoch als Rallye 35 statt wie zuletzt mit 70 Wertungskilometern. Drei verschiedene Prüfungen, die jeweils zwei Mal zu absolvieren waren, standen bei der insgesamt elften Auflage der Herbstrallye auf dem Programm. Die WPs setzten sich dabei zum Großteil aus bekannten Strecken mit insgesamt neun Kilometern Schotter und Feldwegen zusammen.

Angeführt wurde das 40 Fahrzeuge umfassende Feld von Visselhövede-Rekordsieger Martin Schütte und Kerstin David. Aussichtsreiche weitere Teams der mit 15 Fahrzeugen teilnehmerstärksten Klasse NC1 waren Lokalmatador Olaf Müller mit Stefanie Fritzensmeier, sowie Helmut Beckmann/Mika Jordan, Mario Czok/Andy Tänczyk und Lutz Klaus/Andreas Schlüsche (ebenfalls alle Mitsubishi). Kandidaten für eine vordere Platzierung waren auch der zweimalige DRM2-Rallyesieger Nico Knacker und Co Linus Noll im Renault Clio Rally4.

Olaf Mülle/Stefanie Fritzensmeier

Schütte/David wurden von Anfang an ihrer Favoritenrolle gerecht. Ab der ersten WP setzten sie sich an die Spitze des Klassements und führten nach dem ersten Durchgang und drei Bestzeiten mit 17,6 Sekunden Vorsprung. Mit drei weiteren Bestmarken bauten sie auf der zweiten Schleife ihr Zeitpolster bis ins Ziel auf 37,3 Sekunden aus. Schütte gelang damit nach 2010, 2014, 2016, 2018 und 2019 bereits der sechste Triumph bei der Herbstrallye, Beifahrerin Kerstin David siegte zum fünften Mal. „Die Rallye hat großen Spaß gemacht“, so Martin Schütte. „Hier läuft es immer gut für uns. Es ist eine Rallye, wie ich sie mag. Mit Asphalt und viel Schotter. Wir hatten keinerlei technische Probleme und fahrerisch war nur eine Ecke nicht ganz so perfekt. Ein großes Lob an die Veranstalter. Es hat alles super geklappt und sie haben sich viel Mühe gegeben.“

Olaf Müller und Stefanie Fritzensmeier kamen während der Rallye immer besser in Schwung. Nach Platz sechs auf der ersten Prüfung verbesserten sie sich bis ins Ziel auf Rang zwei. Müller wurde damit bei seiner Heimrallye zum fünften Mal Zweiter, zum erhofften Sieg reichte es beim ersten Visselhövede-Start im Allradler noch nicht. Nur 2,9 Sekunden dahinter folgten auf Rang drei Helmut Beckmann und Mika Jordan.

Helmut Beckman/Mika Jordan

Bester Nicht-Allradler und RC4-Sieger wurden die viertplatzierten Renault-Fahrer Knacker/Noll, denen genau fünf Sekunden zum Gesamtpodium fehlten. „Mehr war nicht drin“, so Visselhövede-Neuling Knacker. „Mit dem hohen Schotteranteil und den langen Geraden konnten wir nicht mehr rausholen. Daher sind wir zufrieden, es hat viel Spaß gemacht. Die Rallye war richtig gut organisiert, es gab keine Verzögerungen. Es war für mich ein guter Saisonabschluss.“

Knacker/Noll

Die Top 5 wurde mit Czok/Tänczyk von einem vierten Mitsubishi-Duo komplettiert, dahinter folgten Marco von Appen und Markus Drümmer in der Toyota Celica ST205.

Klassensieger in der NC2 wurden Gerhard und Claudia Meyer im Subaru. Stärkstes Team in der NC3 waren Matthias Rathkamp/Larissa Knacker (Ford Fiesta), die mit sieben Sekunden Vorsprung auf Axel Potthast/Elmar Pernsch (Ford Escort) gewannen. Den Sieg in der NC7 holten sich im Audi S3 John Semmelhaack/Christian Möck, in der NC8 setzten sich Jan Potthast/Cathleen Nolte im BMW 318i durch. Timo von Appen/Lisa Brodhage gewannen im Cup-Adam die RC5.

Gerhard und Claudia Meyer
Timo von Appen/Lisa Brodhage

Text und Fotos: Power Stage Images